Susan von Sury für vernünftige Corona-Massnahmen

Die Corona-Pandemie ist die Zeit exekutiver Verordnungen. Im Herbst 2020 hat dabei der Regierungsrat im Urteil der Bevölkerung über das Ziel hinausgeschossen, indem er die Veranstaltungsgrösse auf 30 Personen, später sogar auf 15 Personen beschränkte. Susan von Sury hat sich im Kantonsrat dafür eingesetzt, die Bundesvorgabe von 50 Personen zu übernehmen, insbesondere für Gottesdienste in der Weihnachtszeit (siehe Artikel in der Solothurner Zeitung vom 8. Dezember, 9. Dezember und 10. Dezember 2020). Auch die im kantonalen Alleingang verordnete Schliessung der Einkaufsläden nach Weihnachten wurde als unverhältnismässig empfunden. Susan von Sury hat sich seit Beginn der Pandemie für einheitliche Regelungen auf Bundesebene eingesetzt; nun hat sie mit ihrem Anliegen Gehör gefunden: im Januar 2021 übernahm der Kanton Solothurn die Bundesvorschriften, die in der Zwischenzeit allerdings verschärft worden waren.

Starkes, langsames Bohren von harten Brettern

Max Weber hat 1918 geschrieben: "Die Politik bedeutet ein starkes, langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmass". Das erfährt Susan von Sury im Kantonsrat immer wieder:  sprachliche Frühförderung, eine kantonale Demenzstrategie und die Dickdarmkrebsprävention, für die sie sich seit Jahren engagiert, werden nach einigem Widerstand und teilweise jahrzehntelangen Verzögerungen im Kanton Solothurn endlich eingeführt . 

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Susan von Sury spricht als Kommissionssprecherin im Kantonsrat in der Session vom 27. Januar 2021, die wegen Corona in der Mehrzweckhalle Zuchwil stattfand. 

Was lange währt......wird endlich gut

In einem ihrer ersten Vorstösse im Kantonsrat regte Susan von Sury bereits 2008 an, mehr zu tun für die sprachliche Frühförderung, insbesondere von Kindern aus Migrantenfamilien  pdf.2012 legte Susan von Sury mit einer zweiten Interpellation nach docx. Als Antwort auf die Interpellationen von Susan von Sury verneinte der Regierungsrat die Notwendigkeit sprachlicher Frühförderung. Einzelne Gemeinden wie Zuchwil haben die sprachliche Frühförderung aus eigener Initiative aufgebaut und sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Es dauerte mehr als 11 Jahre (!) bis der Regierungsrat zur Einsicht kam und ein Programm zur sprachlichen Frühförderung auf die Beine stellte, womit die Gemeinden verpflichtet werden, dieses Angebot, welches der Kanton finanziell unterstützt, zu entwickeln.  Siehe Artikel in der Solothurner Zeitung vom November 2020. Viel wertvolle Zeit ging inzwischen verloren. 

Jugendschutz für e-Zigaretten: Auftrag erheblich erklärt

Die neuartigen e-Zigaretten sind nicht harmlos, wie Untersuchungen aus den USA zeigen. Diese Zigaretten ohne Tabak fallen aber durch die Maschen unserer Gesetze. Mit dem Vorstossdocx, den Susan von Sury-Thomas und Mitunterzeichner im November 2019 im Kantonsrat eingereicht haben,  wird der Regierungsrat beauftragt, für die e-Zigaretten die gleichen Schutzvorkehrungen zu Gunsten von Kindern und  Jugendlichen zu treffen, die für Zigaretten und andere Tabakprodukte gelten. Der Auftrag wurde im November 2020 erheblich erklärt, siehe Bericht in der Solothurner Zeitung.

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